Reisebericht Amsterdam – unterwegs mit VEREGGE & WELZ
Reisebericht aus Amsterdamt – unterwegs mit VEREGGE & WELZ

AMSTERDAM

immer eine Reise wert

ALLES KÄSE ODER WAS? AUF STÄDTETOUR IN AMSTERDAM.

Ein Reisebericht von VEREGGE & WELZ

Natürlich sind die langen Touren mit dem Wohnmobil am schönsten. Zeit und Muße im Urlaub, einfach anhalten, wenn man gerade Lust dazu hat. So sieht das Ideal eines jeden Wohnmobilisten aus. Leider aber nur selten die Realität, denn wir können nicht alle unsere Zeiten derart frei planen. Damit das Wohnmobil nicht viel zu lange einfach nur herumsteht, haben wir uns dieses Mal mit Amsterdam ein – für Fahrer aus Nord- und Westdeutschland - nahes Ziel als Reiseempfehlung ausgewählt. Aus dem Osnabrücker Land heraus ist man in circa zweieinhalb Stunden da, - keine große Sache also, - so dass sich auch ein kurzer Besuch über das Wochenende lohnt. Wer mehr Zeit zur Verfügung hat, dem sei die Stadt natürlich auch ans Herz gelegt, genug zu sehen und zu unternehmen gibt es allemal!

Beginnen wir zunächst einmal mit der Übernachtung. Amsterdam bietet hier zum Beispiel den Stellplatz Amsterdam City Camp.1 Mit zwei Personen im Wohnmobil ist man für 24 Stunden mit 27 € (bei Bedarf zuzüglich 4 € Strom) dabei. Nicht gerade ein Schnäppchen für einen einfach geschotterten Standplatz in industrieller Lage mit Bauzaun drumherum. Aber und das ist ein großes ABER, Sie stehen ganz in der Nähe der NDSM Werft, die für ihre Kunstprojekte und den Flohmarkt bekannt ist, und der Weg zum Fähranleger ist nicht weit. Vermutlich kommt jeder Besucher der Stadt auf die Idee – und zwar ob er will oder nicht –, eine Grachtenfahrt zu unternehmen (was Sie auch tun sollten), aber die Fähren, die auf dem IJ fahren, haben den unschlagbaren Vorteil kostenlos zu sein und Sie können damit auch unbekanntere Bereiche der Stadt erreichen. Unser Schiff bringt uns jedenfalls ins Zentrum der Stadt auf die Rückseite des Bahnhofs („Amsterdam Centraal“). Ein kurzer Gang durch die Passage und wir befinden uns mitten auf dem quirligen Bahnhofsvorplatz, wo die Straßenbahnen einlaufen, wo ein Ausgangspunkt für mögliche Grachtenfahrten ist und wo sich die Touristeninformation befindet.

Wer es versäumt hat, sich einen Stadtplan am Automaten des Stellplatzes mitzunehmen, der kann sich hier also noch schnell damit ausrüsten. Die Touristeninformation hält auch die Vergünstigungskarten wie den City Pass bereit, mit dem Sie die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen dürfen oder etwa eine Vielzahl an Museen kostenlos, vergünstigt oder ohne in der Schlange zu stehen besuchen können. Wir hingegen versuchen es wieder etwas abseits der touristischen Hotspots, der ellenlangen Einkaufsmeilen für sensationelle Shoppingtouren, der Museumsplein mit den absoluten Hochkarätern Rijks-, Van Gogh-, Stedelijk Museum oder Moco, dem Anne-Frank-Haus oder Madame Tussauds, dem Rotlichtviertel und Vondelpark und und und …

Und doch zieht es uns für dieses Wochenende anderswo hin, wir suchen nicht die offenkundigen Highlights, sondern das nicht so Offensichtliche, das Verborgene: Kennen Sie zum Beispiel schon „Unser Lieber Herr auf dem Dachboden“ („Ons‘ Lieve Heer op Solder“)?2 Nein? Dann sollten Sie diesem Ort unbedingt einen Besuch abstatten. Äußerlich schmiegt sich das in einer Grachtenvilla nebst zweier angrenzender Gebäude befindliche Museum in die Zeile der die Straße säumenden Häuser nahtlos ein, im Inneren ist es hingegen ein kostbares Juwel. Die Entdeckungsreise durch das Museum spiegelt zeitgenössisch das Leben und Wirken einer Unternehmerfamilie des 17. Jahrhunderts wider: Möbel, Porzellan, Bilder, Einblicke in einen gutsituierten Haushalt einer braven gottesfürchtigen Familie. Gottesfürchtig, ja das waren sie, die Hartmanns, brav hingegen? Nicht unbedingt …

Was tun, wenn für Katholiken das öffentliche Zelebrieren der Messe untersagt ist, wenn man seinen Glauben nicht mehr in einem Gotteshaus feiern darf? Nun, Jan Hartmann jedenfalls tat einiges dafür, wenigstens der Umgebung der Zusammenkünfte einen angemessenen Rahmen zu geben: Er baute eine versteckte Kirche.3 Eine Kirche auf dem Dachboden! Als Besucher stehen Sie eben noch gefühlt neben Mehlsäcken auf verstaubten Holzböden in einem dunklen Lagerraum unter dem Dach, im nächsten Moment gehen Sie durch eine Tür und befinden sich in einem Kirchenraum mit Emporen, Altar und Kirchengestühl. Dieser Eindruck ist so überraschend und unglaublich, dass man ihn weder beschreiben will noch kann. Es fühlt sich nach Ehrfurcht an, nach Erhabenheit und ein stückweit meint man die Atmosphäre des Heimlichen, der wispernde Stimmen und Gesänge noch zu spüren und zu vernehmen. Ein unglaublicher Kontrast des Weltlichen und Geistigen und doch auf das Beeindruckendste wiederum verbunden.

Sie hat das Fernweh gepackt? Wir beraten Sie gerne!

VEREGGE & WELZ Vermietung
Wohnmobile mieten
Lassen Sie sich von uns beraten!
Mehr Erfahren
Markenwelten bei VEREGGE & WELZ
Unsere Markenwelten
Erleben Sie die ganze Welt des Caravaning!
Mehr Erfahren
Werkstatt-Service bei VEREGGE & WELZ
Werkstatt-Service
Wir machen Ihr Fahrzeug startklar!
Mehr Erfahren
Online-Shop
Entdecken Sie über 17.000 Camping- und Gartenartikel!
Mehr Erfahren

Wir haben noch ein weiteres Kuriosum für Sie. Im hübschen Stadtviertel Jordaan könnten Sie in der Elandsgracht 109 auf ein nicht übermäßig imposantes Schaufenster stoßen, über dem ziemlich großspurig der Name Antiekcentrum steht. Ein erster Blick durch besagtes Fenster offenbart mehr Trödel und Chaos als Antiquitäten: Puppenköpfe und Plastikkitsch, so dass sich eine leichte Irritation auftut. Wir können nur empfehlen: Gehen Sie dennoch hinein. Was von außen nach Ramschbude aussieht, ist 1. teilweise auch eine, 2. innen viel größer als angenommen und 3. eine unglaubliche Fundgrube von Kuriositäten jeder Qualität. Und Antiquitäten gibt es dort auch. Die Verkaufsfläche ist originell; was sich eingangs als schlauchartiger, mit Vitrinen vollgestopfter Raum darstellt, öffnet sich nach hinten zu einem kleinen Gewirr aus Gängen und Nischen, die wiederum mit Vitrinen, Möbeln, Bilderrahmen, Porzellan, Kacheln, Kirchenkunst, Silberwaren, Geschirr, Waffen, Schmuck, wissenschaftlichen Gerätschaften und medizinischen Instrumenten etc. zugestellt sind. Mal kosten die ausgestellten Dinge ein paar Euro, manchmal ein paar Tausend.

Eine Verschnaufpause können Sie in der angeschlossenen Brasserie Blazer bei einem Kaffee oder kleineren Snacks einlegen, wo auch der eine oder andere Händler zum kleinen Plausch unter Gleichgesinnten anzutreffen und aufgelegt ist. Auch bei schlechtem Wetter ist das Antiekcentrum eine echte Alternative zum herkömmlichen Flohmarkt (eine Bezeichnung, die es ohnehin nicht würdig umschreibt).

Unser dritter Tipp ist ziemlich spektakulär und ebenfalls nicht sofort zu entdecken, es sei denn, Sie schauen nach oben. Während Sie am Anleger auf die Fähre für Ihre Heimüberfahrt zum Stellplatz warten, lassen Sie Ihren Blick doch einmal leicht rechtsseitig und in die Höhe schweifen, denn dort gibt es „rhythmische Schwingungen“. LOOKOUT befindet sich auf der Spitze des A‘dam Turmes und der Name ist hier sicherlich Programm. Sie haben von dieser Aussichtsplattform einen weiten Blick über die Stadt, den Hafen und in die Landschaft hinaus. Aber, was der Name nicht gleich verrät, ist, dass Sie hier auch über die Kante schwingen können: Europas höchste Schaukel lässt alle Mutigen in schwindelerregender Höhe über den Rand des Turmes hinaus schaukeln. Schon von unten betrachtet beängstigend und faszinierend zugleich und auf jeden Fall eine äußerst ungewöhnliche Idee, die Aussicht zu genießen. Na, trauen Sie sich?

Wie schlägt man nun nach diesen Geschichten des Verborgenen den Weg zurück zum Käse in der Überschrift? Eigentlich gar nicht so schwierig, denn auch im Käse schlummert so manches im Versteckten, auch wenn wir den Old Amsterdamer natürlich nur nach traditionellem Rezept bereitet, genossen haben. Die folgende Fußnote ist demnach keine Empfehlung, diese besonderen Orte noch geheimnisvoller und abenteuerlustiger erscheinen zu lassen …4

1Papaverweg 50. Alternativ: Ganz in der Nähe vom Park and Ride Park- platz Zeeburg liegt der Amsterdamer Campingplatz. Wer dort morgens auschecken muss, aber noch einige Stunden in der Stadt verbringen möchte, wechselt einfach auf den Parkplatz und kann den Park and Ride- Service nutzen. In unter 10 Minuten ist man am Bahnhof für den Fahr- preis (5,50 €/2Personen) und 1 € Parkgebühr!

2Oudezijds Voorburgwal 38.

3Die heutige Kirche entspricht ihrem Äußerem inzwischen dem 19. Jahrhundert.

4Old Amsterdamer ist nur eine vieler Käsesorten, die man in der Stadt kaufen kann. Die Ursache des süßlichen Geruchs, den Sie schon auf den Straßen bemerkt haben, hat auch in unzählige Käsespezialitäten Eingang gefunden und ziert mit abgebildeter Hanfpflanze so manches Etikett.

Ihre Ansprechpartnerin

Marion Rademacher

Marketing, Projektmanagement

Kontaktformular

Kontaktformular