WOHNMOBIL RICHTIG VERSICHERN

Vollkommen losgelöst einfach Gas geben und ein Abenteuer erleben – Wohnmobilisten zieht es oft in die Natur der Fjorde, die Weiten Amerikas oder zum Städtetrip quer durch Europa. Wie alle Fahrzeuge muss auch das Wohnmobil auf diesen Reisen mit einer Haftpflichtversicherung versehen sein. Mit einer Kfz-Versicherung für das Ausland können Verkehr, Landschaft und Wetter das Reiseabenteuer nicht trüben.

Irrtümer können nicht ausgeschlossen werden.

Ganz allgemein stehen dem Besitzer des Wohnmobils mehrere Versicherungen zur Verfügung. Detaillierter als die normale Autoversicherung gehen Wohnmobilversicherungen auf sehr bestimmte Notsituationen auf Reisen ein. Daher sind Konditionen und Tarife auf sehr genaue Fälle eingerichtet. Die wichtigste, und auch Pflichtversicherung, stellt die Haftpflichtversicherung dar:

HAFTPFLICHTVERSICHERUNG

  • Personen-, Vermögens- und Sachschäden
  • Unterschiedliche Tarife nach Versicherungssumme
  • Mallorca-Police regelt Übertragung auf Mietautos im Ausland

TEILKASKOVERSICHERUNG

  • Standard Selbstbehalt 150 Euro
  • Glasschäden
  • Brand
  • Explosionen
  • Kurzschluss
  • Einbrecherschäden
  • Fahrzeugdiebstahl

VOLLKASKOVERSICHERUNG

  • Standard Selbstbehalt 500 Euro
  • Bestandteile der Teilkaskoversicherung plus
  • Selbstverschuldete Schäden
  • Vandalismus
  • Neidkratzer

Bei einem Differenzbetrag von 20 Euro bezüglich einer Selbstbeteiligung von 500 oder 1.000 Euro sollte bedacht werden, dass man für ein Verlustgeschäft mehr als 25 Jahre schadenfrei fahren muss. Ein bewusster Vergleich schenkt viele Vorteile.

Tipp

Für Reisen durch entfernte Länder bieten sich Mietstationen vor Ort an. Das Wohnmobil ist hierbei bereits haftpflichtversichert – in der Regel unter Vollkaskokonditionen

Des Weiteren empfehlen sich zusätzliche Absicherungen für diverse Notfälle:

INHALTSVERSICHERUNG

  • Bei Diebstahl von Haushaltsgegenständen im Wohnmobil
  • Entwendung der Ausstattung
  • Diebstahl elektronischer Wertsachen

ELEMENTARSCHADENVERSICHERUNG

  • Schäden durch Hagel
  • Mängel nach Überschwemmungen
  • Aussetzer nach Blitzschlägen
  • Defekte durch Schnee- oder Dachlawinen

Info: Die Versicherung gegen Elementarschäden lässt die Beiträge steigen – je detaillierter die Abdeckung, desto deutlicher die Erhöhung.

(WILD-)TIERVERSICHERUNG

  • Schäden durch Anfahren / Straßenquerung
  • Defekte durch Bisse und Kratzer (Marder)

CAMPINGVERSICHERUNG

  • Für Missgeschicke im Verhalten auf Campingplätzen
  • Bei Schäden am Campingplatz oder an Personen

SPEZIALKONDITIONEN

  • Ländertypische Versicherungsabsätze
  • Fährrisiko bei Mittelmeerfahrten
  • Rechtsschutzversicherung
  • Pannenhilfe
  • Schlüssel- / Schlossersatz

Kfz-Versicherungen werden in der Regel in 20 Schadensklassen unterteilt. Viele Anbieter greifen aber auf das verkürzte Modell mit nur zehn umfassenden Kategorien zurück. Je nach schadenfreien Jahren werden die Beitragssätze meist um ein Prozent gesenkt. Des Weiteren steigt der Deckungsbeitrag um bis zu zwei Prozent pro gestiegene Schadensfreiheitsklasse. Im maximalen Deckungsbetrag ist geregelt, wie viel Prozent der Kosten die Versicherung übernimmt. Dies ist wiederum abhängig vom gewählten Tarif.

Tipp: Sollte bei einem Schadensfall durch den Versicherten ein Gutachten eingefordert werden, hat sich der Standard einer 60-prozentigen Pauschalübernahme der Kosten auf dem Markt durchgesetzt.

WIE HOCH IST DIE SELBSTBETEILIGUNG?

Die Selbstbeteiligung wird zum einen im Vertrag festgehalten. Dafür stehen unterschiedliche Tarife zur Verfügung. Andererseits wird sie ebenfalls durch die SF-Klasse beeinflusst. Mit steigender Anzahl schadenfreier Jahre werden die Beitragssätze niedriger und die Übernahmeprozente in der Regel höher.

WIE FUNKTIONIERT DIE PRÄMIENBERECHNUNG?

Schäden bei Wohnmobilen ziehen höhere Kosten, als bei einem üblichen Pkw nach sich. Daher sind Kosten und Anteilberechnung mit größeren Summen belegt. Von folgenden Eigenschaften hängt die Prämienberechnung ab:

  • Teil- und Vollkasko
  • Gesamtneuwert bzw. Kaufpreis
  • Höhe der Selbstbeteiligung
  • Schadenfreie Jahre
  • Fahreranzahl
  • Baujahr und Aufbauart

Tipp: Sollte im Vertrag der Ausdruck „Abzüge neu für alt“ notiert werden, bezieht sich der Ersatzanspruch auf den zum Abschluss aktuellen Wert des Elements und nicht auf den Neupreis.

Viele Ergänzungen sowie Sonderbestimmungen sind sehr hilfreich. So erlaubt ein Schutzbrief die Überführung eines nicht fahrtüchtigen Wohnmobils zum Heimatstandort. In einigen Fällen werden besondere Fahrzeugteile extra versichert oder ausgeschlossen. So kann ein Alkoven gesondert betrachtet werden. Ebenso hängen viele Versicherungen bei Landschaftstouren mit der Reiseroute zusammen. Einmal von der vorher genehmigten Tour abgekommen, erlischt der Versicherungsschutz. Des Weiteren stehen verschiedene Sparoptionen bei einem Versicherungsabschluss zur Verfügung.

Eine Übersicht der Sparoptionen

  • Spezielle Berufsgruppen (z.B. Beamte)
  • Weitere laufende Versicherungen beim selben Anbieter
  • Materialeigenschaften der Wohnmobile
  • Sonderkonditionen für bestimmte Wohnmobilmodelle
  • Rabatt nach Datum der Antragstellung
  • Anzahl der schadenfreien Jahre
  • Unterstand oder öffentlicher Parkplatz
  • Alter des Versicherten

In jedem Fall sollte der Wohnmobilist überlegen, ob er ein Sommer oder Winterabenteurer ist. Lässt sich die Leidenschaft für die Mobilheime auf die goldenen Monate im Jahr begrenzen, kann eine Stilllegung im Winter die Kfz-Steuer senken. Auch die Versicherung fällt nun bei geeignetem Unterstand in einer Garage weg. Eine Zwischenlösung bei Mangel eines geeigneten Stellplatzes stellt dann die Ruheversicherung dar. So sind nur grobe Elementarschäden und Schäden durch Dritte abgedeckt.

WIE WIRD DER BEITRAG BERECHNET?

Verschiedene Versicherungen bieten unterschiedliche Tarife an. Daher lohnt sich ein Vergleich allein schon. Aber auch Rabatte und Sonderkonditionen regeln die Beiträge der Wohnmobilbesitzer. Die Basisberechnung erfolgt wie folgt:

  • Herstellerlistenpreis des Fahrzeugs
  • Addition festmontierter Ausstattungselemente
  • Ansetzen der Versicherungssumme
  • Bestimmung des Eigenanteils

Sollte der Besitzer in den folgenden Jahren schadenfrei unterwegs sein, steigt er in der Schadenfreiheits-Klasse auf und spart somit Kosten.

Info: Ein H-Kennzeichen bringt keine vergünstigten Tarife wie bei üblichen Pkws. Es wird davon ausgegangen, das ein Wohnmobil über die Zeit genutzt wird, es wird nicht als Sammlerobjekt angesehen.

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